Austernpilzanbau auf Stroh
(Pleurotus pulmonarius)
Eine Alternative für Eilige ist der Austernpilzanbau auf Stroh. Völlig Problemlos und sicher auf Strohballen, wesentlich schneller als auf Holz, erhalten Sie bereits nach acht bis Zehn Wochen die ersten Pilzerträge. Es handelt sich dabei um die gleiche Pilzbrut wie für Holz, nur kann das Stroh vom Pilzmycel schneller durchwachsen werden. Eine Packung reicht für 2 Strohballen von je ca. 15 kg Gewicht und kann bei fast jedem Landwirt oder Landwirtschaftlichem Lagerhaus besorgt werden. Die Strohart spielt dabei keine Rolle, nur Haferstroh sollten Sie wegen seiner schlechten Struktur nicht verwenden. Was Sie brauchen ist gesundes und trocken gelagertes Stroh, welches weder muffig riecht, noch darf es Schimmelbefall aufweisen. Gesundes Stroh erkennen Sie an seiner goldgelben bis hellbraunen Farbe. Die Halme lassen sich nur schwer zerreißen.Eine Kulturanlage kann an allen frostfreien Monaten erfolgen. Kulturen die im Spätjahr angelegt wurden, überwintern problemlos, und bringen im darauffolgenden Frühjahr bei milden Temperaturen die ersten Erträge. (einjährige Kultur)
| Das Stroh wird am besten als Ballen belassen und in eine Entsprechend große Regentone oder ein Fass gesteckt und mit frischem klaren Leitungswasser aufgefüllt. Am besten in der nähe der späteren Kulturanlage, da ein mit Wasser vollgesogener Strohballen unter umständen schwer zu transportieren ist. Ein paar schwere Steine oder ähnliches sollten Sie obenauflegen um den Strohballen unter Wasser zu halten. Hier müssen die Strohballen für die nächsten 14 Tage verbleiben. Strohballen öfter kontrollieren da Sie durch den einsetzenden Fermentationsprozess (Sterilmachung) enormen Auftrieb erhalten. Nötigenfalls weiter beschweren und Wasser nachgießen. Nach 14 Tagen ist der Fermentationsprozess abgeschlossen und der nun Sterile und goldgelbe Strohballen kann an seinen endgültigen vollschattigen Standort gebracht werden wo er 24 Stunden abtropfen muß. (Würde man ihn jetzt beimpfen, würde durch das zuviel an Wasser, daß Mycel ersticken.) Anschließend werden die Strohballen Beimpft. Mit einem Pflanzholz oder ähnlichem werden von oben in den flach liegenden Ballen, an verschiedenen Stellen, 10-15 Löcher gebohrt und die Pilzbrut 15-20 cm tief hineingestopft. Löcher anschliessend wieder gut zudrücken. Sollte es die nächsten 3-4 Wochen länger Regnen, so ist es besser, die Strohballen mit einer Plane oder Folie abzudecken um ein Absaufen des Mycels zu verhindern. Überhaupt sollte um die Kultur nicht zu schädigen sparsam Gegossen werden. Zu starkes Wässern ist in den meisten Fällen die Ursache für einen Mißerfolg . Infolge von Sauerstoffmangel stirbt das Mycel ab. |
Ein
durchwachsen des Strohballens ist bei Temperaturen zwischen 10 und 28 Grad
in ca. 8-16 Wochen erreicht. Das können Sie feststellen, indem Sie
mit den Zeigefingern den Strohballen auf der Seite etwas auseinanderziehen
und weiße Mycelfäden sichtbar werden. Auftretende sogenannte
Unkrautpilze, wie Blasige Becherlinge oder Tintlinge schaden Ihrer Kultur
zwar nicht, sind aber nicht genießbar. Ab diesem Zeitpunkt kann auch
mit den ersten Austernpilzen gerechnet werden. Für eine Ausreichende
Umgebungsfeuchte ist zu sorgen. Der Pilzertrag je Strohballen beträgt
ca. 4-5 kg je Strohballen und erfolgt in Erntewellen von in etwa 14 Tagen.Nach
etwa 3-4 Monaten sackt der Strohballen in sich zusammen und es erscheinen
keine Pilze mehr. Damit ist die Kultur beendet und es verbleibt nur noch
guter Kompost. |
| Ein durchwachsen des Strohballens ist bei Temperaturen zwischen
10 und 28 Grad in ca. 8-16 Wochen erreicht. Das können Sie feststellen,
indem Sie mit den Zeigefingern den Strohballen auf der Seite etwas auseinanderziehen
und weiße Mycelfäden sichtbar werden. Auftretende sogenannte
Unkrautpilze, wie Blasige Becherlinge oder Tintlinge schaden Ihrer Kultur
zwar nicht, sind aber nicht genießbar. Ab diesem Zeitpunkt kann auch
mit den ersten Austernpilzen gerechnet werden. Für eine Ausreichende
Umgebungsfeuchte ist zu sorgen.
Der Pilzertrag je Strohballen beträgt ca. 4-5 kg je Strohballen
und erfolgt in Erntewellen von in etwa 14 Tagen.
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| Richard Pakutka, Gleiwitzer Str.2, 68753 Waghäusel, Mobil: 01709763974, Fax:07254/958550 | last
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10.12.2008 |